Erste wie Phönix aus der Asche, Zweite ascht daneben, Dritte aschfahl im Gesicht, A-Junioren hauen in Sack und Asche, Alte Herren wie Aschenputtel

Geschrieben von Michael Dannhauer am . Veröffentlicht in 1. Mannschaft

Als Fußballspiele noch regelmäßig auf sogenannten Tenneplätzen, im Volksmund auch Aschenplatz genannt, ausgetragen wurden,  war der Begriff der sogenannten Staublunge speziell nach Spielen unter heißem und trockenem Witterungseinfluss bei den Spielern häufig in Gebrauch. Um ein solches Staublungenspiel überhaupt durchstehen zu können, waren viele Trainer bemüht, ihren Spielern sogenannte Pferdelungen durch anspruchsvolle Laufeinheiten in heimischen Wäldern anzutrainieren, damit trotz Verstaubung immer noch genügend Sauerstoff aufgenommen werden konnte. So eine Pferdelunge musste natürlich gepflegt werden, speziell wenn es nach einem Spiel mit Staublunge galt, erst einmal Luft zu holen. Zum Luft holen bedienten sich viele Fußballer einer Zigarette, schließlich bekämpft man Gleiches am besten mit Gleichem, als Staub mit Staub und Asche mit Asche. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Staublunge heute durch die Erfindung der Kunstrasenplätze verschwunden. Spieler mit Pferdelunge gibt es nach wie vor, wenn auch eher durch genetische Voraussetzungen als durch Training, und auch das spezielle Luft holen nach dem Spiel hat die Zeiten überdauert. Insgesamt also sind die Voraussetzungen in puncto Luft deutlich günstiger, dennoch geschieht es auch heute immer wieder, dass Mannschaften während eines Spiels die Luft ausgeht. So erging es leider auch mehrheitlich unseren Seniorenmannschaften an diesem Sonntag, weshalb meistens mit dem Abpfiff die Zigarette danach das einzige war, was aus dem Spiel mitgenommen werden konnte.

Die erste Mannschaft musste in dieser Woche gleich zwei Mal ran. Nach der selbst verschuldeten Niederlage in Kornelimünster konnte man sich rehabilitieren und mit Siegen bei Borussia Brand und gegen den TSV Donnerberg einen Platz in der Spitzengruppe der Kreisliga A halten. Dabei liefen beide Spiele nach demselben Muster ab. Während man sowohl in Brand (hier trotz staubigem Aschenplatz) und gegen Donnerberg starke erste Halbzeiten mit gut herausgespielten Toren ablieferte und deutliche Führungen herausschoss (4:1 in Brand und 3:0 gegen Donnerberg) ließ man jeweils in der zweiten Halbzeit genauso stark nach und musste nach den Anschlusstreffern zum 4:3 in Brand bzw. zum 3:2 gegen Donnerberg noch um den Sieg zittern. Letztlich erlöste in beiden Spielen ein finaler Konter  die Mannschaft und Zuschauer gleichermaßen. Davor jedoch musste man in Brand auf die Künste von Torwart Sascha Remmert vertrauen, während man im Spiel gegen Donnerberg zweimal Glück hatte, dass die Gäste bei ihrer Aufholjagd nur das Aluminium trafen.

Die zweite Mannschaft handelte sich am Sonntag eine unnötige Niederlage gegen die Zweitvertretung des BTV ein. Überlegen zeigte man sich vor allem zu Beginn, als man trotz deutlichster Chancen die Führung verpasste. Die erzielten dann die Gäste in einem fortan offenen Spiel. Kurz vor der Halbzeit glich dann Falco Bertram per Elfmeter aus.  Und als kurz nach der Halbzeit ein Gästeakteur den Platz verlassen musste, sprach alles für unsere Mannschaft. Leider verlor unser Team aber in Überzahl seine Linie vollständig und musste nach zwei Kontern der Gäste eine 1:3 Niederlage hinnehmen.

Ob es an den beginnenden Mai-Feierlichkeiten lag oder an einem ungünstigen Bio-Wetter – jedenfalls präsentierte sich unsere Dritte gegen den Tabellennachbarn aus Steckenborn saft und kraftlos, so dass man völlig verdient mit 0:4 unterlag. Genauso chancenlos waren auch unsere A-Junioren, die bei Alemannia Mariadorf eine herbe 1:8 Schlappe erlitten.

Das Spiel der alten Herren kam bereits am Freitag daher wie Aschenputtel, nur umgekehrt. Strahlend und voll im Saft stehend, so sahen die Teams aus in ihren körperbetont geschnittenen Trikots – vor dem Anpfiff. Mit Anpfiff entpuppten sich die Mannschaften jedoch eher aschgrau und vollkommen ohne Saft. Also im Grunde  - wie Aschenputtel – nicht weiter beachtenswert, was durch die Zuschauerzahlen auch bestätigt wurde. Eine weitere Entsprechung zum  Aschenputtelmärchen bestand darin, dass mit Blick auf die Spielqualität der Eindruck entstand, als hätten alle Spieler ihre Schuhe verloren. Das erklärt evtl. auch das geringe Spieltempo, das dennoch zahlreiche Spieler dazu veranlasste, schon nach wenigen Minuten heftig durchschnaufend nach der noch verbleibenden Zeit bis zum Schlusspfiff zu fragen. Insgesamt konnte man den Eindruck bekommen, als sei bei einigen Spielern eine chronische Staublunge zu befürchten, die entweder durch zu viele Spiele auf Aschenplätzen oder durch zu tiefes Luft holen mit Zigarette nach dem Spiel verursacht wurde. Wie auch immer, in den entscheidenden Momenten schnappte unsere Mannschaft etwas mehr Sauerstoff aus der Umgebungsluft und konnte das Spiel gegen den SV Breinig mit 3:1 gewinnen.  

Kommentare   

0 # lindabinasa 2017-02-14 14:51
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0 # Spielbericht 2. MannschaftHans Dieter Czarnitzki 2015-04-28 08:43
Hallo MIchael,

wieder einmal recht herzlichen Dank für Deine Art der Aufarbeitung des vergangenen Spieltages.

Mir ist nur eine kleine Unstimmigkeit aufgefallen: Hatte Marc Mennicken nicht den Elfmeter erfolgreich verwandelt? Ich meine wohl.....

Ansonsten freue ich mich wieder auf den nächsten Dienstag, wenn es wieder was zu lesen gibt.

Mfg
HD Cz.
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0 # RE: Spielbericht 2. Mannschaftlouis vuitton 2015-09-28 03:25
chentingting
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