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Erste mit glücklichem Fehler-Festival, Zweite mit Tor-Festival, Alte Herren mit „Wendival“

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Allgemein

Torreich ging es zu am Wochenende bei unseren Seniorenmannschaften.  15 Tore fielen alleine am Sonntag, und dass obwohl unsere Dritte spielfrei war. Unsere Erste zeigte große Moral und konnte trotz 0:2 und 2:3 Rückstand gegen die SG Stolberg in einem Spiel mit zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten noch ein 3:3 erzielen.  Unsere Zweite feierte ein Tor-Festival und begoss nach dem 9:0 gegen den TV Höfen die Übernahme der Tabellenspitze. Ebenfalls einen Kantersieg landeten die Alten Herren, die mit 7:2 bei Vaalserquartier erfolgreich waren. Dabei erlebten die erneut nicht angereisten Anhänger ein „Wendival“. Was es damit auf sich hat, ist weiter unten zu erfahren.

Zum Spiel der zweiten Mannschaft ist nicht viel zu berichten. Zu groß war der Leistungsunterschied zwischen unserer Mannschaft und dem Gast aus Höfen. Das 9:0 drückt dabei auch zahlenmäßig die Kräfteverhältnisse aus. Falco Bertram, Daniel Mülller (2), Max Brauers, Nicolas Becker, Marc Mennicken, Cedric Mommertz (2) und Russel Tshishumpa hießen die Torschützen für unser Team, dass sich anschließend Spitzenreiter nennen durfte, übernahm man doch dank des besseren Torverhältnisses die Tabellenführung vom punktgleichen TV Konzen.
Nach zwei schwachen Auftritten war man gespannt, wie sich unsere erste Mannschaft im Spiel gegen die SG Stolberg präsentieren würde.  Um es vorweg zu sagen: Betrachtet man das ganze Spiel, kann man von einer deutlichen  Steigerung reden. Positiv war dabei vor allem, dass man sich nach einer ganz schwachen Anfangsphase zurück ins Spiel kämpfte. Zu Beginn jedoch musste man sich ernsthaft Sorgen machen um unser Team, das bereits nach 15 Minuten mit 0:2 hinten lag und dabei durch große Fehler den Gästen die Führung praktisch schenkte. Damit war schon früh der eigentlich vorgesehene Plan über den Haufen geworfen und unser Team tat sich in der Folge schwer, gegen das aggressive Pressing der Stolberger Torchancen zu erspielen. Dabei brachte man sich allerdings immer wieder durch Fehlpässe und schlechte Ballan- und mitnahmen – auch da, wo gar kein Gegnerdruck vorhanden war – selbst in Schwierigkeiten.  Immerhin stimmte die kämpferische Einstellung und so konnte man mit dem ersten gelungenen Angriff noch vor der Pause den Anschluss erzielen, als Bennet Kather eine Hereingabe per Flachschuss im Netz unterbrachte.
Nach der Pause und einigen Umstellungen spielte unsere Mannschaft besser nach vorne, musste aber gerade zu Beginn immer wieder auf der Hut vor den gefährlichen Kontern der Gäste sein, die ein ums andere Mal gute Gelegenheiten schon im Ansatz liegen ließen. Insgesamt arbeitete sich unser Team aber von Minute zu Minute besser ins Spiel und verlegte das Geschehen zunehmend in die gegnerische Hälfte. Lohn war der verdiente Ausgleich durch Tom Ofers, der alleine vor dem Torwart einschob. „Tom Ofers alleine vor dem Torwart“ sollte in der Folge so etwas wie das Motto des Spiels werden. Denn insgesamt noch 3 mal wurde er von seinen Kollegen auf die Reise geschickt, scheiterte jedoch leider immer wieder knapp. Mitten in diese Drangphase dann der nächste Rückschlag: Einer der zu diesem Zeitpunkt seltenen Konter schloss ein Gästestürmer aus eigentlich unmöglicher Position mit einem Kracher in den Winkel ab. Es war zu Zeitpunkt ein offener Schlagabtausch, bei dem auch die Gäste trotz Führung nie Ruhe ins Spiel bekamen. Das lag an diesem Tag auch am Kampfgeist unserer Mannschaft, die zwar nicht immer koordiniert, dafür aber mit großer Leidenschaft kämpfte.  Sechs Minuten vor dem Ende erzielte Niklas Tzschoppe den verdienten Ausgleich. Im Anschluss hatten Benjamin Grabiger und Dustin Mommertz noch sehr gute Gelegenheiten, den Siegtreffer zu erzielen. Insgesamt geht die Punkteteilung jedoch in Ordnung. Nächste Woche reist man zum FC Stolberg, wo man sich erneut auf ein kampfbetontes Spiel einstellen muss.
Nach dem von Tradition überladenem Spiel bei Alemannia Aachen in der Vorwoche, konnten unsere Alten Herren beim FV Vaalserquartier auch an eine Tradition anschließen. Wie immer zwischen diesen beiden Teams ging es sehr torreich zu. 7:2 gewannen unsere Alten Herren und profitierten dabei von einem „Wendival“. Freunde missglückter Wortspiele können aus dieser Buchstabenkombination zwei zusammengesetzte Begriffe ableiten: Zum einen „Wenders-Festival“, wahlweise aber auch „Wenders-Revival“. In jedem Fall war Bruno Wenders der alles entscheidende Mann, steuerte er doch gleich fünf der sieben Tore zum Erfolg bei. Das es dazu kam, war natürlich der umsichtigen Auf- und Einstellung von Spielertrainer und Taktikfuchs Reinhard Plum zu verdanken. Er beorderte Bruno nach längerer Abwesenheit nicht nur zurück in den Kader, sondern auch direkt in die Startelf, was zugegebenermaßen bei gerade mal elf anwesenden Spielern zu Spielbeginn noch keine so weitsichtige Entscheidung darstellt. Dies gilt jedoch für die Position, denn entgegen sonstiger Gepflogenheiten durfte Bruno im Sturm reüssieren. Dafür gab es eine einleuchtende taktische Begründung durch den Trainer: „Der Brunno“, begann er und sprach dabei den Vokal in der Mitte, so wie es in unserer Region üblich ist, kurz aus, so dass sich der Name Bruno phonetisch in so etwas wie einen noch zu erfindenden sechsten Fall des Wortes Brunnen verwandelte. Dem Vokal tat das nicht weiter weh, weiß er doch, dass er dafür in Worten, wo er eigentlich kurz zu sprechen ist, eher länger ausgehalten wird. So etwa im Wort Lichtenbusch, das im Munde seiner Bewohner gerne auch mal zu „Lichtenbuuuhsch“ wird. „Der Brunno“, sprach der Trainer also, „spielt heute ganz vorne drin im Sturm!“ Die Reaktion des Teams war ein erstauntes Tuscheln. „Aha!“, „Das ist ja ein Ding!“ „Ob das gut geht?!“ „Kann der das?“ „Im Sturm? Weiß der überhaupt, wo das ist?“ Schließlich kulminierte das Tuscheln in die erregte Frage: „Warum das denn?“ Da antwortete der Trainer mit der ihm eigenen Souveränität: „Ja, Männer, ganz einfach: Der Brunno spielt im Sturm, weil …ähh…weil wir…äh…keinen anderen haben!“  Einleuchtender wurde eine Aufstellung  noch nie begründet und Bruno rechtfertigte seine Positionierung mit den erwähnten Toren. Dabei entnervte er die gegnerischen Abwehrspieler derart, dass diese hilfesuchend in den beflutlichteten Himmel schrien: „Bei denen läuft alles über die 11!“ Anschließend versuchten es die Gastgeber mit Manndeckung, die Bruno als solche jedoch gar nicht wahrnahm. Dies lag vor allem daran, dass er beim Umziehen blind in den Trikotkoffer gegriffen hatte und daher gar nicht wusste, dass er es war, der die „11“ auf dem Rücken trug.  Spannend wurde es daher erst nach dem Spiel beim Würfeln um Hochprozentiges. Auch hier zeigte sich unser Team nervenstark und konnte nach einem Stechen eine gute Flasche Brandwein mit nach Hause nehmen. Die Flasche gebührte natürlich niemand anderes außer Bruno, der mit dem Brandwein – obwohl er nicht von einem Franz, sondern von einer Maria mit einer Krone hergestellt wurde -  seine wundgeschossenen Füße salbte, damit sie beim nächsten Spiel erneut so treffsicher funktionieren.